Wein- und Obstbau waren die Einnahmequellen meiner Herkunftsfamilie. Ein klassischer Gemischtbetrieb mit Reben, Acker, Obst und Tieren. Eine enorme Vielfalt zum lernen und Erfahrung sammeln. Denn als Kinder waren wir voll eingebunden in die tägliche Arbeit und haben spielerisch gelernt, verantwortungsvoll mit allen Ressourcen umzugehen. Der Betrieb veränderte sich jedoch in meiner Jugend, hin zum Weinbau. Da durften wir dann auch kräftig mithelfen. Nicht ganz freiwillig, später hat sich dann doch die Begeisterung für Wein durchgesetzt.
Auch wurde ich, durch den beabsichtigten Bau eines Kernkraftwerkes in Breisach/Wyhl, mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit konfrontiert. Als pragmatischer Typ reichte es mir nicht, einfach nur dagegen zu sein. Denn wer gegen Etwas ist, der muss für etwas Anderes sein. Kornkraft statt Kernkraft , war das Motto. Heute würde ich das nicht mehr schreiben, weil die Flächen für Energiepflanzen die Flächen für Lebensmittelproduktion verdrängen.
1985 gründete ich den Vita Naturmarkt als Bio Vollsortimenter mit allem was zu einem nachhaltigen Leben notwendig ist. Der Lebensmittelbereich war genussorientiert, was den Verkauf von Wein beinhaltete. Mit über 300 Positionen aus dem In- und Ausland war das ziemlich einmalig. Das ermöglichte auch die Teilnahme an Weinverkostungen von ECOVIN in Baden. Die Ausbildung zum Weinverkoster nach PAR System bei Martin Darting, hat meinem Weinwissen nochmals einen großen Schub gegeben. Weinproben im Markt, Genussabende mit Foodpairing und Informationen, wurden gut und gerne angenommen.
Bei all dem Nachdenken über Ökologie, auch im Weinbau, halte ich die modernen Traubensorten besonders geeignet. Die Eigenmarken Cabito, sowie die Eigenmarken im Vita Naturmarkt bestanden überwiegend aus PIWIs.
Die Marke Cabito, transportiert ausschließlich Weine von pilztoleranten Trauben.